Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ueber die Grenze in den Iran und weiter nach Mashhad

Am 22.10.2013 reisen wir an unserem letzten Transit-Visa-Tag puenktlich in den Iran ein.

Eine Kaltfront begruesst uns, aber auch nette Menschen, die es uns...
...ermoeglichen am selben Tag noch in Mashhad, der zweitgroessten Stadt
des Irans anzukommen, wo wir bei einem Teppichhaendler unterkommen.
Unser erster Eindruck ist sehr positiv, da wir ueberall auf interessierte,
freundliche Leute treffen, die sich darueber freuen, dass wir ihr Land besuchen.
Wir freuen uns auf die persische Kueche, da nach dem etwas einheitlichem...
...Essen in den Stan's jede Abwechslung herzlich willkommen ist.
Gutes Brot, welches in Mashhad traditionell auf kleinen Steinen
gebacken wird, finden wir auch gut!
Schon an der Grenze ist klar, das wir Asien hinter uns lassen und nun in
Persien sind. Vorallem auch an der Kleidung der Frauen. 
Alle Frauen muessen im Iran Kopftuch tragen, der Po muss bedeckt sein
und nur Gesicht, Fuesse und Haende duerfen unbedeckt bleiben.
Die meisten Frauen auf der Strasse tragen eine
schwarze Chador, in die sie sich einwickeln.
Somit verbringen wir den ersten Tag damit, "anstaendige" Klamotten fuer Andrea zu finden, damit es keinen Aerger gibt.
Mashhad heisst uebersetzt "Ort des Maertyrers" weil hier, im Imam-Reza-Schrein, der Imam Reza begraben liegt.
Dadurch ist Mashhad zu einer der wichtigsten Staedte im Iran fuer schiitische Pilger geworden. Dem entsprechend streng geht es hier zu. Frauen muessen eine Chador tragen. Da ein paar nette Iraner mal wieder Verstaendnis mit...
...dummen Auslaendern haben, wird Andrea kurzerhand ausgestattet.
Ein paar Erklaerungen spaeter haben wir unser erstes...
...Iran-Souvenier von diesen netten Damen erhalten.
Im Schrein wird alles fuer den Ansturm zum Abendgebet vorbereitet.
Das gibt uns Zeit, noch einige Gebaeude in dem knapp
600000 m² grossen Komplex zu besichtigen.
Jaehrlich kommen ca. 20 Millionen Pilger, um das Grab des achten Iman der Zwoelferschiiten zu besuchen.
Geschlechtergetrennte Eingaenge fuehren zum Sarkophag des
Verstorbenen, wo sich unglaubliche Szenen abspielen. Menschen
draengeln und schubsen, um den Sarg beruehren zu koennen, Frauen
brechen in Traenen aus und es herrscht absolutes Chaos. 
Dagegen geht es in den sieben Innenhoefen doch deutlich ruhiger zu.
Kurz vor Sonnenuntergang stroemen Menschenmassen in den Komplex.
Dann faengt das Gebet an.
Es geht ca. 20 Minuten, wobei sich die betenden dabei mehrfach...
...niederknien, wieder aufrichten und dabei Verse murmeln.
Es ist eine sehr eigene Welt, die so wenig mit unserer heutigen Wirklichkeit zu tun haben scheint, hier aber Alltag ist.

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