Freitag, 18. Oktober 2013

Bukhara

Am 12.10.2013 haben wir mal wieder die ueblichen Verhandlungsrunden hinter uns zu bringen.

Mit Jana und Franz sind wir derzeit zu Viert unterwegs, was das
Verhandeln vereinfacht. Nach knappen 30 Minuten koennen wir
einen anstaendigen Fahrpreis aushandeln und fahren nach Bukhara.

Zu Viert weiter Richtung Stadt; inkl. Stadtfuehrung. 
Hier sehen sie das aelteste Gebaeude
Bukharas. Das Mausoleum der Samaniden
stammt aus dem 10. Jahrhundert.
Weiter zum Chashma-Ayub Mausoleum, das vom 12. bis zum
16. Jahrhundert in drei Bauabschnitten ueber einer Quelle errichtet wurde. 
In der Bolo-Hauz Moschee wird gerade gebetet als wir vorbei laufen.
Diese liegt genau gegenueber dem Ark, einer royalen Stadt innerhalb der alten Oasen Stadt, die auch von Alexander dem Grossen besetzt wurde und bis zum Einmarsch der Russen 1920 viele unterschiedliche Herrscher gesehen hat.
Obwohl die Stadt waehrend der Kaempfe gegen die Russen zu 75% zerstoert wurde, sind die alten Strukturen und ein Teil der Gebaeude erhalten geblieben, weswegen Bukhara als bestes Beispiel fuer eine historische Turkestan Stadt gilt.
Schoen sind die alten Markthallen.
Auch, wenn hier nur noch Souvenirs verkauft werden.
Je nachdem wie gut man handelt kosten Teeschalen 1,50 oder 10 Dollar. 
Die Mir-i-Arab Medresse kann man nicht besichtigen, da sie zu schulischen Zwecken genutzt wird. Auch das 47 Meter hohe Kalon Minaret, was um 1127 das hoechste Gebauede Zentralasiens war koennen wir uns nur von aussen ansehen. In die Kalon Moschee, die von den Russen lange als Lager genutzt wurde und ca. 10 000 Betende fasst, duerfen wir kurz rein. Laut Reisefuehrer ist die Moschee im Grundriss identisch mit der Bibi-Khanym Moschee in Samarkant.
Es scheint, als wartet in Bukhara hinter jeder Tuer eine Medresse. 
Mir-i Arab Medresse.
Ulugbek Medresse - die einzige ohne Souvenirlaeden.
Gegenueber liegt die Abdul Aziz Khan Medresse und noch so viele andere - die am Ende doch aehnlich aussehen.
Als die Stadt noch eine Oasenstadt war, an der die Karawanen der Seidenstrasse halt machten, gab es viele Wasserwege. Dort wurde gewaschen, gebadet und viel erzaehlt - aber auch Parasiten fuehlten sich heimisch, weswegen Bukhara lange Zeit auch fuer Epidemien bekannt war.
Auf Grund der kathastrophalen hygienischen Bedingungen wurden fast
alle Wasserstellen von den Russen trocken gelegt. Am Labi Haus...
... kann man noch erahnen, wie es wohl mal gewesen ist. Dort steht auch die
Figur von Hoja Nasreddin, der ueberall in der arabischen Welt zu Hause ist.
Heute sind in den engen Gassen von Bukhara...
...mehr Museen als Wohnhaueser zu finden. Die wohl aelteste Moschee
 Zentralasiens, die Maghoki-Attar Moschee, unter der auch die Reste
eines buddhistischen Tempels gefunden wurden, ist ein Teppich Museum.
Die vielen Kuppeln und Tuerme,...
...mit den tuerkis-blauen Fliesen erinnern uns an die
Maerchen von 1001 Nacht. 
Bei den dicken Mauern, hinter denen aber auch der Emir 1920 vor den
Russen nicht sicher war,...
...oder der Char Minar, welches erst 1807 errichtet wurde und indischen
Einfluss hat, fuehlen wir uns in andere Zeiten versetzt.
Dabei ist es fuer uns bereits Zeit weiter zu fahren.

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