Am 29.09.2013 sind wir gegen Abend in Dushanbe und...
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| ...haben uns das alles genauso einfach vorgestellt, wie beim ersten Dushanbe Besuch. |
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Damals waren wir mit Australien auch gegen Abend angekommen
und sind in einem Apartment des Cousine eines Guides
untergekommen, den wir im Pamir getroffen hatten. |
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Am naechsten Tag hatten wir das usbekische, sowie das turkmenische Visa
beantragt und wurden mit einem Festessen von Australien verabschiedet. |
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Eine Woche spaeter gibt es ein kleines Festessen aus der Tuete:
Buendner Gerstensuppe!
Die hatten wir von Petra in Kirgistan geschenkt bekommen! |
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Das Apartment incl. Waschmaschine wartete auch schon wieder auf uns.
Waehrend wir hier wohnen zieht Zorka mit Familie zu Verwandten, denn mit
den 35 Dollar die wir pro Tag zahlen, kann er die Miete bezahlen. |
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| Jedes Hotel in der Stadt ist deutlich teurer als unsere Luxusherberge. |
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| Insgesamt ist Dushanbe noch deutlich kostspielieger, als sich das im Pamir erahnen lies. Die Preise sind auf West-Niveau, was man dafuer bekommt aber eher sowjet Qualitaet. Somit sind wir nicht gerade erfreut, als wir zwar unser turkmenisches Visa bekommen, uns das usbekisches Konsulat aber auf den naechsten Tag vertroestet. |
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Das wir noch einige Tage lang jeden Morgen "Saftra" zu hoeren bekommen,
haben wir auch nicht gedacht. "Saftra" heisst, wir sollen morgen wieder kommen. |
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| Somit sitzen wir in einer der teuersten Staedte Zentral Asiens fest. |
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Hilfe bekommen wir von Nathan, den wir im Supermarkt treffen und der
uns, in guter alter Couchsurfer Manier sofort zu sich einlaedt. |
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Somit warten wir, lernen viel ueber Geschichte und Sprache der uns
noch fremden islamischen Welt - und Tajikistans. |
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| Ausserdem, lernen wir auch die "modernen" Einkaufswagen auf dem Markt kennen. |
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Im Gegensatz zur Pamir Region, die ca. 45% der Flaeche Tajikistans ausmacht, aber nur 3% der Bevoelkerung beherbergt,
gibt es hier eine breite Angebotspalette. Im Pamir gibt es neben Kartoffeln und Moehren nur noch Zwiebeln. |
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Die meisten Agrarprodukte kommen aus der kleinen Region um Khojand, die
75% der agrarisch nutzbaren Flaeche, des zu 93% alpinen Landes stellt.
Dort leben auch ein Drittel der tajikischen Bevoelkerung. |
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Historisch gesehen, ist Tajikistan ein sehr junges Land, das sich zwar
auf die Samaniden beruft, aber erst waehrend der Zeit der Sowjetunion
gebildet wurde. Im Gegensatz zu den Nachbarlaendern sind die Wurzeln
und die Sprache des Landes iranisch und nicht arabisch. |
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Nach dem Zerfall der Sowjetunion kamm es zwischen 1992 bis 1998 zum
Buergerkrieg, der mit Hilfe der Russen von den Kommunisten gewonnen wurde. |
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Seitdem gibt es immer wieder vereinzelte Kaempfe von Islamisten. Das hat
zu einer allgemeinen Unterdrueckung der Religionen gefuehrt, aus
Angst die Stabilitaet des Landes an die Islamisten zu verlieren. |
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Gleichzeitig gibt es mit Usbekistan Streitigkeiten ueber die Regionen
Samarakant und Bukhara, die von Tajiken bewohnt werden,
aber seit der Sowjetzeit zu Usbekistan gehoeren. |
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Durch die geographischen, historischen und politischen Problematiken
entwickelt sich das Land, welches schon zu Sowjetzeiten zu den aermsten
Laendern der UdSSR zaehlte, derzeit nur mit Hilfe von aussen. |
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Gerade in der Hauptstadt, wo die Kosten durch den dramatischen
Anstieg der Oelpreise explodiert sind, sieht man viel Armut. |
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In allen Belangen ist Tajikistan abhaenig vom Ausland.
Vorallem von Russland - aber auch China. |
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Tajikistan exportiert neben Aluminium hauptsaechlich
getrocknete Aprikosen, Baumwolle und Zwiebeln. |
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| Die Innenstadt wurde zum Teil komplett abgerissen und modernisiert. |
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| Der Stil ist zweifelhaft. |
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| Dagegen sehen die alten Sowjetgebaeude noch huebsch aus. |
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Ueberall sieht man den Landesvater, der zwar nicht
geschaetzt, aber durch die momentane Stabilitaet gebilligt wird. |
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Insgesamt fuehlen wir uns wie in einem schlechten DDR Film - auch was
den Service in der usbekischen Botschaft angeht - warten! |
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Doch nach zwei Wochen warten erfahren wir durch Zufall, dass es einen
englisch sprechenden Mitarbeiter gibt, der uns das Visum nach ein paar
Telefonaten mit Tashkent innerhalb von einigen Stunden aushaendigt. |
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Wir duerfen uns endlich von der Stadt mit ihren schnieken Schuelern
und Studenten verabschieden - Manuel haette sich schon beinahe
auch eine schicke "Man Bag" gekauft. |
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Endlich geht es nach Usbekistan, ob die Frauen dort
auch so farbenfrohe Gewaender tragen? |
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| Und ob dort auch aller Herren in Anzuegen rumlaufen, sehen wir bald. |
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