Mittwoch, 4. Dezember 2013

Mit dem Zug nach Ankara

Am 27.11.2013 geht es fuer uns auf die lange Reise in die Tuerkei.

Nachdem wir das internationale Zugterminal gefunden haben, geht es los.
Auf der iranischen Seite werden wir waehrend der Zugfahrt sehr gut versorgt.
Zum Abendessen, eine Stunde nach Abfahrt, gibt es ein halbes Huehnchen.
Die sehr bequeme Kabine teilen wir uns mit einer Iranerin und einer Deutschen.
Fuer das Fruehstueck muessen wir gewecken werden,
da wir bei dem Zugruckeln zu gut schlafen.
Dann gibt es zum Abschied nochmal schoenste iranische Landschaft.
Kurz vor Tabriz faengt die iranische Ackerbauregion an.
Wir sehen zum ersten mal gruene Wiesen.
Werden aber vom Mittagessen - Huehnchen Kebab - unterbrochen.
Zurueck zum Ausblick! Weizenstopelfelder und Schafsherden.
Dann kommen die ersten Seen in Sicht.
Bei ca 35° Grad im Zug, wirkt der Schnee draussen sehr erfrischend.
Auf den allerletzten Metern wird es kurdisch.

An der tuerkischen Grenze der erste Schnee und das mehr als laesstige
Kopftuch faellt auch endlich - nicht nur bei Andrea, auch bei viele Iranerinnen.
Bevor wir den iranischen Zug verlassen, gibt es noch einen Abschiedsgruss
aus der Bordkueche und zum letzten mal das gute "Maschinenbrot".
Am Vansee steigen wir aus dem iranischen Zug auf die Faehre, die uns auf
die andere Seite zum tuerkischen Zug bringt. Wir haben eigentlich auf die... 
...uebliche sechsstuendige Verspaetung gehofft, durch die wir den See bei Tag
gesehen haetten und uns auch die Nacht auf der Faehre erspart geblieben waere.
Der tuerkische Zug ist zwar modern, aber ernuechternd
unkomfortable und vorallem unpraktisch.
Guten Morgen Tuerkei!
Die Landschaft rauscht dahin und wir holen Schlaf nach.
Essen ist auf der tuerkischen Seite zwar nicht mehr inklusive, dafuer
gibt es aber unser erstes Bier seit vielen Wochen.
Die Stimmung an Bord ist sehr ausgelassen, die Tuerkei bedeutet
fuer viel Iraner Freiheit, Urlaub und Entspannung.

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