Freitag, 2. August 2013

Jiayuguan

Am 27.07.2013, nach ein paar Stunden Schlaf im Zug...

...koennen wir beobachten, wie sich die Landschaft veraendert.
Kurz hinter der Stadt Lanzhou beginnen die ersten Wuesten.
Die Region wird Hexi-Korridor genannt und ist ein schmaler
Durchgang von 1000 km, der zwischen zwei Gebiergen verlaeuft.
"Schmal" bedeutet ueber 100 km Breite; an der engsten Stelle,bei Jiayuguan,
jedoch weniger als 15 km breit - dort endet die chinesische Mauer.
Aus dem Zugfenster erspaehen wir Ueberreste der Mauer.
Ankunft in der Industriestadt Jiayuguan - fuer uns der erste Ort
ohne chinesische Tempel und mit mehr als einer Moschee.
Jiayuguan (Pass zum gepriesenen Tal) heisst das Fort,
dass auch als Ende der chinesischen Mauer bekannt ist.
Zur damaligen Zeit, war das Fort die westliche Grenze Chinas und sollte das
Reich der Mitte vor den Wilden der Wueste schuetzen. Heute wird das Fort auf die
Fertigstellung der Schnellzugstrecke im Jahr 2015 vorbereitet - damit soll Jiayuguan
Teil der geplanten chinesischen Pauschalreiseroute werden.
Elf Meter hohe Mauern schuetzen auch vor dem Sand der Gobi.

Die Gobi und ihre Sandduenen stehen im Kontrast zu den, in der Ferne erkennbaren, schneebedeckten Gipfeln des Quilian Gebirges, der noerdliche Grenze des Tibetischen Plateaus.
Von den Manzong Bergen im Norden wurde ein weiterer 
Mauerabschnitt gebaut. Dieser Abschnitt wird, wegen der 
Steigung von teilweise bis zu 45 Grad, "Ueberhaengende
Mauer" genannt und fuehrt zu den 15 km entferneten
Qulian Bergen im Sueden. Damit wurde der Korridor,
mit dem Fort in der Mitte, gegen den Westen abgeriegelt
Schon seit ca 600 v.Chr. bauten die Chinesen Schutzwaelle gegen
Eindringlinge aus dem Westen. Durch die erneute Bedrohung aus dem
Westen - diesmal durch Timur, dem wir auf unserer Reise nochmals in Usbekistan
begegenen werden - wurde das Fort um 1372 n.Chr. erbaut und die Mauer verstaerkt.



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